Ach die Orgel ...

Wer als Besucher die Friedenskirche betritt, braucht beim Blick auf die Orgelempore nur einen Moment, um sich vorstellen zu können, wie schön doch diese Orgel klingen muß! Der in seiner Form neugotische Orgelprospekt mit den glänzenden Pfeifen des Prinzipal 8‘ macht neugierig auf den Klang der Orgel.
Manchmal jedoch deckt sich die Realität nicht mit den Erwartungen. Und spätestens nach den ersten Takten des sonntäglichen Präludiums wird deutlich, dass das Innere der Schlierbacher Kirchenorgel mit seinem glänzenden Prospekt nicht mithalten kann: Es knirscht und schnauft in einer Tour und manchmal gibt die Orgeln Töne von sich, die auf diese Weise von der Organistin nicht gespielt sind. Ein Beispiel: Normalerweise verströmt der „Subbaß 16‘“ einen warmen Klang. Werden die Töne dieses Registers in unserer Orgel angespielt, schnauft und rauscht es und dazu kommen die (lauteren) Geräusche der Spieltraktur. Um es kurz zu machen: Die Orgel der Friedenskirche ist krank. Das schriftliche Gutachten des Orgelsachverständigen bringt die Schwere der Erkrankung zu Tage. Und wie überall erfordern Krankheiten Fachpersonal, das dem Patienten eine intensive Pflege angedeihen lässt! Will die Gottesdienstgemeinde in Zukunft nicht gänzlich auf eine Orgel verzichten, muss jetzt eingegriffen und gehandelt werden. Da die Kircheninnensanierung in der Planungsphase steht und eine kostenintensive Einrüstung der Orgel von daher notwendig wird, liegt die Überlegung nah, die Orgelsanierung zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit zu bedenken und zu handeln. 

Das in seiner Grundsubstanz aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammende Instrument ist eine mechanische Kegelladenorgel mit 10 Registern.

Disposition:
Prinzipal 8',
Gedackt 8',
Salizional 8',
Oktave 4',
Flöte 4',
Quinte 2 2/3',
Oktave 2',
Mixtur 2-3 f. 1 1/3'
Subbaß 16' (Pedal)
Oktavbaß 8' (Pedal)

In den letzten 150 Jahren ist die Orgel der Friedenskirche einige Male umgearbeitet worden. Die ursprünglichen Register sind nicht mehr vorhanden, nachdem in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ein tiefgreifender Eingriff in das romantische Klangbild der Orgel vorgenommen wurde.

Die Probleme der Orgel liegen aber nicht nur im Klang, sondern vor allen Dingen in der extrem störanfälligen Spieltraktur begründet. Diese befindet sich in einem desolaten Zustand. Hier wird eine grundlegende und dauerhafte Lösung unter Einbeziehung der Einsichten und Erkenntnisse des modernen Orgelbaus erfolgen müssen. Die historische Substanz soll respektiert und nach Möglichkeit integriert werden.

Nach ersten Berechnungen werden Kosten in Höhe von ca. 125.000€ entstehen, von denen die Kirchengemeinde rund 50.000 € zu tragen hat.

Wir freuen uns über Ihre Spende an

Kontoverbindung: Kirchenkreisamt
Stichwort: Orgelsanierung Schlierbach
Kreissparkasse Gelnhausen
Konto 37767
BLZ 507 500 94